Romeo & Julia

Romeo & Julia, eine der wohl schönsten, aber auch tragischsten Liebesgeschichten aller Zeiten. Wer das Büchlein von William Shakespeare noch nicht gelesen hat, sollte nicht lange zögern und sich unbedingt die Tragödie durchlesen und dann die Verfilmung mit Leonardo DiCaprio anschauen. Die Geschichte handelt von zwei jungen Liebenden, Romeo & Julia, die verfeindeten Familien angehören…. Eine herzzerreißende Geschichte, die wirklich jeder kennen muss. Shakespeare schrieb bzw. veröffentlichte das Werk ca. 1595. Circa 2 Jahre später ging es in den Druck. Die Handlung spielt in Verona (Italien) und beruht tatsächlich auf weitest wahren Begebenheiten. Einige berühmte Plätze wie z.B. der Balkon sind noch heute zu besichtigen. Hier die berühmte Balkon-Szene:


Capulets Garten.


Romeo kommt.


ROMEO.

Der Narben lacht, wer Wunden nie gefühlt.


Julia erscheint oben an einem Fenster.


Doch still, was schimmert durch das Fenster dort?

Es ist der Ost, und Julia die Sonne! –

Geh auf, du holde Sonn'! Ertöte Lunen,

Die neidisch ist und schon vor Grame bleich,

Daß du viel schöner bist, obwohl ihr dienend.

Oh, da sie neidisch ist, so dien' ihr nicht!

Nur Toren gehn in ihrer blassen, kranken

Vestalentracht einher: wirf du sie ab!

Sie ist es, meine Göttin! meine Liebe!

O wüßte sie, daß sie es ist! –

Sie spricht, doch sagt sie nichts: was schadet das?

Ihr Auge red't, ich will ihm Antwort geben. –

Ich bin zu kühn, es redet nicht zu mir.

Ein Paar der schönsten Stern' am ganzen Himmel

Wird ausgesandt, und bittet Juliens Augen,

In ihren Kreisen unterdes zu funkeln.

Doch wären ihre Augen dort, die Sterne

In ihrem Antlitz? Würde nicht der Glanz

Von ihren Wangen jene so beschämen,

Wie Sonnenlicht die Lampe? Würd' ihr Aug'

Aus luft'gen Höh'n sich nicht so hell ergießen,

Daß Vögel sängen, froh den Tag zu grüßen?

Oh, wie sie auf die Hand die Wange lehnt!

Wär' ich der Handschuh doch auf dieser Hand,

Und küßte diese Wange!

JULIA.

Weh mir!

ROMEO.

Horch!

Sie spricht! Oh, sprich noch einmal, holder Engel!

Denn über meinem Haupt erscheinest du

Der Nacht so glorreich, wie ein Flügelbote

Des Himmels dem erstaunten, über sich

Gekehrten Aug' der Menschensöhne, die

Sich rücklings werfen, um ihm nachzuschaun,

Wenn er dahin fährt auf den trägen Wolken

Und auf der Luft gewölbtem Busen schwebt.

JULIA.

O Romeo! warum denn Romeo?

Verleugne deinen Vater, deinen Namen!

Willst du das nicht, schwör' dich zu meinem Liebsten,

Und ich bin länger keine Capulet!

....



Wünsche euch einen schönen Rest-Donnerstag.



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